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Dünner Aerogel-Dämmputz – für moderne Architektur in historischem Kontext

 

Das im zweiten Weltkrieg teilweise zerstörte DomRömer Areal in Frankfurt/Main entsteht bis zum Herbst 2018 wieder neu. Insgesamt 35 Häuser auf historischem Stadtgrundriss werden zum Teil rekonstruiert oder komplett neu gebaut. Die Anforderungen an die konstruktive und energetische Ausführung sind hoch. Das Gebäude M 16 am Hühnermarkt erhielt eine Fassade aus nur fünf Zentimeter starkem Aerogel-Dämmputz und erfüllt damit bereits die Anforderungen an den Wärmeschutz.

Mitten im Herzen der Mainmetropole wird seit der Grundsteinlegung 2012 das neue DomRömer Quartier gebaut. Auf insgesamt rund 7.000 Quadratmetern entstehen wieder die alten Gassen und Plätze der im zweiten Weltkrieg zerstörten Altstadt. Die Verbindung zwischen Dom und Römer – seit dem 15. Jahrhundert das Rathaus von Frankfurt – wird auf das historische Straßenniveau abgesenkt, so dass der berühmte Krönungsweg der deutschen Könige und Kaiser wieder begehbar ist. Die Idee dazu wurde in einer Planungswerkstatt gemeinsam mit den Bürgern der Stadt entwickelt und fand eine überwältigende Resonanz. Nun wird sie – nach ausgiebigen Planungen und der Entscheidung in einem mehrstufigen Architekturwettbewerb – von der städtischen DomRömer GmbH umgesetzt.

Insgesamt entstehen 35 Häuser auf historischem Stadtgrundriss. 15 Rekonstruktionen und 20 Neubauten greifen die typischen Stilelemente der Frankfurter Altstadt auf. Etwa 200 Menschen sollen nach der Fertigstellung in diesem altstadttypischen Wohnquartier mit kleinen Läden, Restaurants, Raum für lokale Gewerbetreibende und malerischen Plätzen ihr neues Zuhause finden. Die Gebäude umfassen 80 Wohnungen und 30 Erdgeschossbereiche für Gastronomie, Gewerbe und Handel. Ergänzt wird das neue Quartier vom Stadthaus am Markt. Es steht als Veranstaltungs- und Begegnungszentrum allen Bürgern zur Verfügung. Ein Parkhaus mit 600 Stellplätzen sichert zudem die technische Versorgung des Quartiers.

Da nicht alle Häuser ihrem historischen Vorbild entsprechen können wurden an die Neubauten besonders hohe Anforderungen gestellt. Bei der Auswahl der Architekturentwürfe legten die Projektverantwortlichen großen Wert darauf, dass die neuen Häuser – wie in der Gestaltungs-satzung vorgeschrieben – Bezug auf Merkmale der historischen Bebau-ung nehmen. Dies betrifft zum Beispiel die Erdgeschoss-Fassaden aus rotem oder gelbem Mainsandstein. So entstanden 20 charakteristische Neubauten, die Historie und Moderne gestalterisch eindrucksvoll interpretieren.

Neubau nach historischem Vorbild
Eines dieser neuen Häuser ist das fünfgeschossige Wohn- und Gastro-nomiegebäude M 16 am Hühnermarkt. Der Entwurf stammt von dem Kölner Architekten Thomas van den Valentyn. Es ersetzt den historischen Vorgängerbau der Parzelle Hühnermarkt 16, ein klassizistisches Haus, um 1800 gebaut. Die Realisierung des 9,50 Meter mal 9,50 Meter großen und 19,77 Meter hohen Gebäudes übernahmen die Architekten schneider+schumacher Städtebau GmbH, Frankfurt am Main.

Das Tragwerk bilden Stahlbetonwände und -decken mit einer Holz-Stahlkonstruktion als Pfettendach. Die Fassaden wurden aus verschiedenen Materialien hergestellt: Der Wandaufbau der West- und Ostfassaden setzt sich im Erdgeschoss aus der 20 Zentimeter dicken Stahlbetonwand mit einer 16,5 Zentimeter starken Wärmedämmung zusammen. Darauf wurde eine Unterkonstruktion montiert und schließlich Platten aus 4/6 Zentimeter starkem, rotem Sandstein (Sockel Basalt) vorgehängt. Die Luftschicht ist etwa vier Zentimeter dick.

Dünner Putz mit hohem Dämmwert
Im Obergeschoss bestehen die seitlichen Laibungen und die Außenfensterbänke ebenfalls aus rotem Sandstein. Die Außenwände wurden hier mit 42,5 Zentimeter dicken Planhochlochziegeln mit integrierter miAerogel dämmputz,neralischer Dämmung ausgeführt. Darauf kamen der fünf Zentimeter starke Aerogel-Dämmputz Fixit 222 von HASIT sowie ein nur ein Zentimeter starker, dicksichtiger, rein mineralischer Kalkoberputz, hell eingefärbt.

Die Entscheidung für den Aerogel-Dämmputz trafen die Architekten aufgrund der guten Wärmedämmfähigkeit des Produktes. Sie sei zwei bis drei Mal höher als bei herkömmlichen Wärmedämmputzen. So beträgt der U-Wert der gesamten Wandkonstruktion im Erdgeschoss 0,145W/m²K, im Obergeschoss mit dem Aerogel-Dämmputz sogar nur 0,118W/m²K. Aerogel besteht bis zu 98 Prozent aus Luft. Durch die extrem poröse Gefügestruktur werden die Luftmoleküle in den Poren eingeschlossen und die Wärmeübertragung auf ein Minimum reduziert. Bei der Herstellung von Aerogel wird amorphes Siliziumdioxyd eingesetzt, ein rein mineralischer Rohstoff. In Verbindung mit Kalk entsteht der Hochleistungs-Dämmputz.

Die meisten Gebäude des Quartiers DomRömer sind seit Ende 2017 weitgehend fertiggestellt. Im Februar 2018 konnten einige Bürger den historischen Krönungsweg erstmals wieder begehen. Die offizielle Eröffnung des Quartiers soll im September 2018 stattfinden.

 

Weitere Informationen
HASIT Trockenmörtel GmbH Telefon: +49 (0)8161 602-0
Landshuter Straße 30 Email:presse@hasit.de
85356 Freising Homepage: www.hasit.de

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ca. 4.900 Zeichen mit Leerzeichen
Abdruck frei – Belegexemplar an Proesler Kommunikation erbeten