In diesem Anwendungsvideo zeigen wir die Verarbeitung des FOME® Dämmputzsystems:
Das Material wird mittels AIRIUM-Technologie direkt am Objekt aufgeschäumt und in gleichmäßigen Lagen aufgespritzt. Anschließend folgen Dämmschutz sowie die weiteren Schichten bis zur fertigen Oberfläche.
Erforderlich sind ausreichend Flächen für Maschinentechnik (ca. 4 × 4 m), Materiallagerung, Mulde und Schmutzwasserfilter. Zudem müssen Wasser, Strom und Witterungsschutz am Arbeitsplatz vorhanden sein. Das Gerüst ist mit Belagabdeckung, Regenschutz, provisorischer Dachentwässerung, Sonnen- und Windschutz sowie ausreichend Arbeitsfreiheit unter dem ersten Gerüstlauf auszuführen.
Die nachfolgenden Arbeitsschritte zeigen den grundsätzlichen Ablauf der Verarbeitung von HASIT FOME® auf der Baustelle. Sie dienen als kompakte Übersicht von der Vorbereitung des Untergrunds bis zur abschließenden Beschichtung.
Der Untergrund muss mineralisch, sauber, staubfrei, trocken und tragfähig sein. Nicht haftende Altbeschichtungen sind zu entfernen, stark saugende Untergründe zu verfestigen, und Anschlüsse/Einbauteile/Durchdringungen müssen vor dem Auftrag fertig sein.
Die Haftbrücke wird vollflächig deckend, möglichst dünn (ca. 5 mm) und rau aufgespritzt. Auch Flanken und Anschlussflächen, die später mit Dämmputz oder Dämmschutz in Kontakt kommen, werden mitbeschichtet.
Die erste Lage FOME Dämmputz wird mit max. 50 mm nass auf die nasse bzw. matt-feuchte Haftbrücke aufgetragen; trockene Haftbrücken müssen vorher vorgenässt werden. Danach die erste Lage über Nacht stehen lassen.
Ab dem Folgetag werden weitere Lagen aufgebracht, je Lage bis 60 mm, optimal 1 Lage/Tag, maximal 2 Lagen/Tag. Die vorletzte Lage wird etwa 4 cm rückspringend zur Abzugsschiene ausgeführt; die letzte Lage wird auf der Abzugsschiene abgezogen, ohne zu verpressen.
Frühestens am Folgetag wird mit dem Dämmschutz der verbleibende Rückschwund von ca. 5–15 mm ausgeglichen und bündig auf der Abzugsschiene abgezogen. Direkt danach wird die Abzugsschiene entfernt, die entstandenen Öffnungen mit Dämmschutzmaterial geschlossen und Überschuss nur im frischen Zustand entfernt.
Die Ausgleichsschicht folgt frühestens 5 Tage nach dem Dämmschutz, wird mit ca. 2–5 mm aufgespritzt und nimmt ein vollflächiges Armierungsgewebe mit mind. 10 cm Überlappung auf; das Gewebe liegt im äußeren Drittel und muss vollständig eingebettet sein. Im WDVS werden in diesem Bereich außerdem die Schraubdübel gesetzt; die Richtlinie nennt als Mindestwert 6 Stück/m².
Die Armierungsschicht kommt frühestens 5 Tage nach der Ausgleichsschicht, in 4–7 mm Schichtdicke, wieder mit 7×7-Gewebe und 10 cm Überlappung. Danach folgt die Schlussbeschichtung: Putzgrund frühestens 7 Tage nach der Armierung, Deckputz frühestens 24 Stunden später mit mind. 2 mm, anschließend zweimaliger Fassadenanstrich.