Schritt für Schritt zum definierten Systemaufbau
FOME® wird direkt auf der Baustelle aufgeschäumt und mehrlagig appliziert. Für einen sicheren Aufbau sind Untergrund, Baustellenbedingungen und die fachgerechte Ausführung der einzelnen Systemschichten entscheidend.
Die folgenden Hinweise zeigen die wichtigsten Voraussetzungen und Arbeitsschritte für die Verarbeitung von FOME® im WDVS – vom vorbereiteten Untergrund bis zur fertigen Oberfläche.
Vor Beginn prüfen
Erforderlich sind ausreichend Flächen für Maschinentechnik (ca. 4 × 4 m), Materiallagerung, Mulde und Schmutzwasserfilter. Zudem müssen Wasser, Strom und Witterungsschutz am Arbeitsplatz vorhanden sein. Die detaillierten Anforderungen an Wasser- und Stromversorgung, Maschinentechnik und Gerüst sind der FOME® Verarbeitungsrichtlinie zu entnehmen.
Das Gerüst ist mit Belagabdeckung, Regenschutz, provisorischer Dachentwässerung, Sonnen- und Windschutz sowie ausreichend Arbeitsfreiheit unter dem ersten Gerüstlauf auszuführen.
Verarbeitungstemperatur: Während Verarbeitung und Trocknung müssen Untergrund, Luft und Material zwischen 5 und 30 °C liegen. Die Fassadenflächen sind vor direkter Sonneneinstrahlung, Wind und Regen zu schützen.
Die FOME®-Applikation erfolgt mit der abgestimmten Maschinentechnik. Vor der Verarbeitung ist eine Einweisung durch einen FOME®-Anwendungstechniker erforderlich.
Die nachfolgenden Arbeitsschritte zeigen den grundsätzlichen Ablauf der FOME®-Verarbeitung im Wärmedämmverbundsystem (WDVS) – von der Vorbereitung des Untergrunds bis zur abschließenden Beschichtung.
Der Untergrund muss mineralisch, sauber, staubfrei, trocken und tragfähig sein. Nicht haftende Altbeschichtungen sind zu entfernen, stark saugende Untergründe zu verfestigen, und Anschlüsse/Einbauteile/Durchdringungen müssen vor dem Auftrag fertig sein.
Die Haftbrücke wird vollflächig deckend, möglichst dünn (ca. 5 mm) und rau aufgespritzt. Auch Flanken und Anschlussflächen, die später mit Dämmputz oder Dämmschutz in Kontakt kommen, werden mitbeschichtet.
Die erste Lage FOME Dämmputz wird mit max. 50 mm nass auf die nasse bzw. matt-feuchte Haftbrücke aufgetragen; trockene Haftbrücken müssen vorher vorgenässt werden. Danach die erste Lage über Nacht stehen lassen.
Ab dem Folgetag werden weitere Lagen aufgebracht, je Lage bis 60 mm, optimal 1 Lage/Tag, maximal 2 Lagen/Tag. Die vorletzte Lage wird etwa 4 cm rückspringend zur Abzugsschiene ausgeführt; die letzte Lage wird auf der Abzugsschiene abgezogen, ohne zu verpressen.
Frühestens am Folgetag wird mit dem Dämmschutz der verbleibende Rückschwund von ca. 5–15 mm ausgeglichen und bündig auf der Abzugsschiene abgezogen. Direkt danach wird die Abzugsschiene entfernt, die entstandenen Öffnungen mit Dämmschutzmaterial geschlossen und Überschuss nur im frischen Zustand entfernt.
Die Ausgleichsschicht folgt frühestens 5 Tage nach dem Dämmschutz, wird mit ca. 2–5 mm aufgespritzt und nimmt ein vollflächiges Armierungsgewebe mit mind. 10 cm Überlappung auf; das Gewebe liegt im äußeren Drittel und muss vollständig eingebettet sein. Im WDVS werden in diesem Bereich außerdem die Schraubdübel gesetzt; die Richtlinie nennt als Mindestwert 6 Stück/m².
Die Armierungsschicht kommt frühestens 5 Tage nach der Ausgleichsschicht, in 4–7 mm Schichtdicke, wieder mit 7×7-Gewebe und 10 cm Überlappung. Danach folgt die Schlussbeschichtung: Putzgrund frühestens 7 Tage nach der Armierung, Deckputz frühestens 24 Stunden später mit mind. 2 mm, anschließend zweimaliger Fassadenanstrich.
Auch in der VHF wird FOME® als mehrlagige mineralische Dämmschicht ausgeführt. Der weitere Fassadenaufbau unterscheidet sich vom WDVS und umfasst die objektspezifisch geplante Unterkonstruktion, Hinterlüftungsebene und Fassadenbekleidung.
Hinweis: Die VHF-Ausführung ist nicht Bestandteil der ETA-24/0213 und wird objektspezifisch geplant.