Einflüsse von außen - unsere Herausforderungen

HASIT richtet die Nachhaltigkeitsstrategie so aus, dass die im Folgenden beschriebenen äußeren Einflüsse durch Klimawandel und Nachhaltigkeit möglichst konstruktiv aufgegriffen werden.
 

  1. Einfluss auf Produkte und Vertrieb
    Unter dem Eindruck der öffentlichen Diskussion zum Thema Nachhaltigkeit verändert sich das Umweltbewusstsein innerhalb der Gesellschaft. In der Folge möchten auch Endkunden ihren jeweiligen Beitrag messen bzw. steuern und fordern Treibhausgas-zertifizierte sowie klimafreundliche Produkte.
     
  2. Öffentliche Wahrnehmung von Produkten
    Die Wirkung von Unternehmen wird in besonderem Maße über ihre Produkte wahrgenommen, so auch beim Thema Nachhaltigkeit. Dieser Effekt ist angesichts der sich verändernden öffentlichen Wahrnehmung verstärkt und kann positiv genutzt werden (z.B. durch Influencer), birgt jedoch auch Risiken.
     
  3. Einfluss auf Logistik
    Die nationalen und europäischen Klimaziele gehen mit konkreten Vorgaben zur Einsparung von THG-Emissionen in den einzelnen Sektoren einher. Die Zulassung von Nutzfahrzeugen ist dabei an progressive Abgasnormen gebunden, während die Hersteller mit CO2-Flottenzielen belegt werden.
     
  4. Lieferkettengesetze
    Das deutsche Lieferkettengesetz adressiert zunächst Unternehmen mit mehr als 3.000 Beschäftigten und verpflichtet diese intern sowie entlang der Lieferkette zu Nachhaltigkeit und zur Einhaltung der Menschenrechte. Damit ergibt sich eine internationale Relevanz, wobei auch kleinere Unternehmen von Beginn an betroffen sein können. Ähnliche Regelungen sind auf europäischer Ebene in Diskussion.
     
  5. Klimaschutzgesetz
    Das (Bundes-)Klimaschutzgesetzt setzt die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens sowie des European Green Deal auf nationaler Ebene um. Das übergeordnete Ziel der Klimaneutralität soll dabei primär durch schrittweise Reduktion von THG-Emissionen erreicht und mit Hilfe von Förderprogrammen unterstützt werden. Innerhalb der EU sind jedoch nationale Unterschiede bei der jeweiligen Umsetzung zu beachten.
     
  6. CO2-Steuern auf Energieträger
    Es entstehen in zunehmendem Maße nationale und europäische Regelungen, die den Einsatz von CO2-intensiver Energie besteuern. Dabei bestehen in einigen Ländern keine Ausnahmen für Unternehmen oder Privatverbraucher.
     
  7. Umweltzonen
    Der Luftqualitätsplan der EU definiert Grenzwerte für Luftschadstoffe (insb. Feinstäube). Die Einhaltung dieser Grenzwerte liegt in lokaler Verantwortung und erfolgt u.a. durch Schaffung von Umweltzonen (über 300 dieser Art in11 europäischen Ländern). In Deutschland erfolgt die Umsetzung durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz. Dabei werden neue Plaketten und die Ausweitung der Zonen erwartet.
     
  8. Arbeitsschutz
    Der Arbeitsschutz erfordert u.a., dass die Belastung der Mitarbeitenden durch Feinstäube gemessen und begrenzt wird.
     
  9. EEG-Umlage
    Die EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) verpflichtet nicht-privilegierte Letztverbraucher in Deutschland zu einer Abgabe von 6,4ct/kWh. Industrie sowie größere und stromkostenintensive Unternehmen können eine Reduzierung bzw. Befreiung von dieser Abgabe beantragen.
     
  10. EU-Taxonomie
    Finanzdienstleister sowie kapitalmarktnahe Unternehmen sind ab 2023 verpflichtet, für ihre Wirtschaftstätigkeiten auf Grundlage einer durch die EU etablierten Taxonomie den jeweiligen Nachhaltigkeitsgrad (gemäß Umsatz/Capex/Opex) zu ermitteln und zu reporten; Ziel ist die Verhinderung von „Greenwashing“. Perspektivisch sollen bis zu 50.000 Unternehmen innerhalb der EU adressiert werden, wobei vor- und nachgelagerte Unternehmen bereits ab 2023 betroffen sein werden.
     
  11. Verbote von Materialien und Produkten
    Umweltschädliche bzw. als wenig nachhaltig angesehene Materialien werden vermehrt mit Verboten belegt. Implizit bedeutet dies auch den Verbot jener Produkte, die auf diese Materialien zurückgreifen.
     
  12. Landschaftsschutz
    Der Landschaftsschutz reguliert bzw. begrenzt die Flächenverbräuche. Dadurch wird auch die Gewinnung von Rohstoffen begrenzt.